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Spielverlagerung

Spielverlagerung heißt, den Ball schnell von einer Seite des Spielfelds auf die andere zu bringen, um dort anzugreifen, wo die Abwehr dünn ist.

Abwehrreihen verschieben zum Ball. Zieht eine Mannschaft sie auf eine Seite, öffnet sich die andere, oft mit einem Flügelspieler oder Außenverteidiger allein gegen einen Verteidiger. Eine schnelle Verlagerung, bevor der Block zurückschiebt, macht daraus einen Angriff.

Die Verlagerung kann ein langer Pass sein oder zwei schnelle über einen Mittelfeldspieler. In der Defensive ist die Aufgabe umgekehrt: als Einheit verschieben und jemanden nah genug an der ballfernen Seite halten, um ein 1-gegen-1 mit Raum zu verhindern.

Worauf du achten solltest

  • Einen Mitspieler allein auf der ballfernen Seite
  • Wie viele Gegner zum Ball verschoben haben
  • Ob die Verlagerung gespielt werden kann, bevor sie zurückschieben
  • Einen Mittelfeldspieler, der den Ball direkt verlagern kann

Der typische FehlerVor der Verlagerung noch einen Kontakt zu viel nehmen, sodass die Abwehr Zeit hat herüberzuschieben.

Beispielsituationen

8 Situationen aus dem Trainingspool von Footy Eye, mit der besten Lösung und der Begründung.

  1. Situation 1

    Die Ausgangslage
    Alles hat auf deine Seite verschoben. Der ferne Außenverteidiger ist frei, aber 45 Meter weg; dein Sechser steht offen, halb aufgedreht.
    Beste Lösung
    In den Sechser, er verlagert direkt
    Warum
    Ein 45-Meter-Ball hängt lange genug in der Luft, dass ihr Block verschieben kann; der freie Mann nimmt ihn bedrängt und mit dem Rücken zum Spiel an. Dein Zehn-Meter-Pass plus der Direktkontakt des Sechsers schlagen den langen Ball: Zwei kurze Pässe sind schneller, und die Verlagerung landet, solange die andere Seite noch leer ist.
    Die anderen Optionen
    • Die 45-Meter-Diagonale selbst schlagen Der Ball hängt, und ein Verteidiger ist bei der Annahme am Außenverteidiger.
    • Rüberdribbeln, bis sich das Bild ändert Ihr Anläufer ist bei dir, bevor sich das Bild ändert.
    • Die Linie entlang, mit Einwurf zufrieden Du holst einen Einwurf heraus, und sie bleiben dort dicht gestaffelt.
  2. Situation 2

    Die Ausgangslage
    0:0 in der 58. Minute, sie sind seit der 30. zu zehnt. Sie stehen kompakt; du hast den Ball im Mittelfeld.
    Beste Lösung
    Verlagere auf den ballfernen freien Mann
    Warum
    Zehn Mann verteidigen Räume, keine Namen – und im Zentrum stehen alle zehn. Beweg sie: Verlagere, verlagere zurück, und der fehlende Mann zeigt sich in den Lücken und in ihren Beinen. Frühe Flanken sind genau die Bälle, die ein vollgestellter Strafraum wegköpfen will.
    Die anderen Optionen
    • Erzwing den Weg durchs Zentrum, wo einer fehlt Der Pass landet im vollen Zentrum, und sie erobern ihn sauber.
    • Flank jedes Mal früh rein Die Flanke fällt in den vollen Strafraum und wird weggeköpft.
    • Dribbel sie an, provozier eine zweite Verwarnung Du läufst in drei Gegner und verlierst den Ball ohne Foul.
  3. Situation 3

    Die Ausgangslage
    Du treibst den Konter die Linie entlang, drei Gegner ziehen sich um dich zusammen. Dein ferner Flügelspieler hat die ganze Seite frei.
    Beste Lösung
    Früh verlagern, bevor ihr Block rüberschiebt
    Warum
    Eine zurückeilende Abwehr verschiebt als Einheit; die Verlagerung existiert nur, solange sie verschiebt. Eine Sekunde zu spät, und die ferne Seite ist zu. Auf deiner Seite ist es ein Kampf gegen drei, also füttern Doppelpass und Dribbling ihre Falle. Tempo raus ist die Lösung für einen toten Konter; dieser lebt noch.
    Die anderen Optionen
    • Weiter in die drei hineindribbeln Die drei drücken dich an die Seitenlinie und erobern den Ball.
    • Doppelpass mit deinem Mittelfeldspieler Der dritte Gegner geht dazwischen und fängt den Rückpass ab.
    • Tempo raus, auf den Rest warten Ihr Block schiebt rüber, die ferne Seite ist zu.
  4. Situation 4

    Die Ausgangslage
    Torwart, Ball am Fuß. Ihre zwei Spitzen warten ab; ihr Flügelspieler ist von deinem fernen Außenverteidiger weg nach innen gerückt.
    Beste Lösung
    Den nahen Innenverteidiger anspielen, sie anlocken
    Warum
    Ein Pressing lässt keinen Mann frei, bis du einen schaffst: Der Pass zur Seite, zu der sie neigen, ist der Köder, und wenn ihre Linie verschiebt, ist das halbe Feld leer. Die Diagonale ist ein 45-Meter-Ball zu einem Mann, der nur frei ist, weil nichts passiert ist; ihr Flügelspieler steht drunter, wenn er runterkommt.
    Die anderen Optionen
    • Sofort die lange Diagonale zum Außenverteidiger Die Diagonale hängt in der Luft, und ihr Flügelspieler steht drunter.
    • Ball stoppen und warten, bis einer anläuft Keiner kommt, du stehst auf dem Ball, und ihre Ordnung bleibt.
    • Durchs Zentrum zum Sechser Ihre zwei Spitzen schließen die Lücke und fangen ihn vor deinem Strafraum ab.
  5. Situation 5

    Die Ausgangslage
    Eine lange Spielverlagerung kommt auf deinen Flügel. Ihr Außenverteidiger sprintet seitlich zurück, die Augen auf dem Ball.
    Beste Lösung
    Geh in die Tiefe, solange der Ball fliegt
    Warum
    Eine Verlagerung schenkt dir zwei Sekunden; nutz sie zum Laufen, nicht zum Annehmen. Solange der Ball in der Luft ist, hat er den Raum im Rücken; bis er sich gedreht hat, bist du an ihm vorbei. Gehst du dem Ball entgegen, kann er sich sortieren, und sein Innenverteidiger schiebt zur Absicherung rüber.
    Die anderen Optionen
    • Geh dem Ball entgegen und verarbeite ihn Du nimmst ihn an, er steht schon vor dir, und die Absicherung kommt.
    • Zieh nach innen, nimm im Halbraum an Du nimmst innen an, mitten in der Zone ihres Innenverteidigers.
    • Bleib breit und geh ins 1-gegen-1 Du nimmst an der Seitenlinie an, und er wartet schon frontal auf dich.
  6. Situation 6

    Die Ausgangslage
    Ihr habt sie auf der ballnahen Seite eingeschnürt, also verlagern sie auf einen freien Außenverteidiger. Du bist der ballferne Flügelspieler.
    Beste Lösung
    Spring raus und lauf ihn sofort an
    Warum
    Eine Spielverlagerung sieht nach Befreiung aus, aber ein Ball über das ganze Feld ist langsam: Er verschafft dem Presser Zeit, nicht dem Empfänger. Spring raus, damit er schon bei der ersten Annahme unter Druck steht, mit Blick zum eigenen Tor. Wartest du die Annahme ab, schenkst du einem freien Mann den Raum zum Aufdrehen.
    Die anderen Optionen
    • Rück in den Block ein, bleib kompakt Der Außenverteidiger nimmt frei an und treibt den Ball ins Mittelfeld.
    • Warte seine Annahme ab, dann lauf an Er nimmt sauber an, dreht auf und ist weg, bevor du kommst.
    • Rück ein, stell den Pass nach innen zu Der Außenverteidiger dreht frei auf und treibt den Ball die Linie entlang.

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Kurze Einheiten ohne Zeitlimit, mit der Erklärung nach jeder Antwort.

Training: Spielverlagerung

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