Footy Eye
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Einen stehenden Block knacken

Ein stehender Block ist eine Abwehr, die Zeit hatte, sich zu ordnen, mit allen Spielern hinter dem Ball, und um ihn zu knacken, braucht es Geduld statt Tempo.

Gegen einen sortierten Block landet der schnelle Pass nach vorn meist im Gewühl. Teams lassen den Ball von Seite zu Seite laufen, damit der Block verschieben muss, und suchen dann die Lücke, die entsteht, wenn er zu weit oder zu langsam verschiebt.

Breite ist wichtig, weil ein enger Block Raum auf den Flügeln lässt. Zu erkennen, dass ein Konter schon tot ist und es Zeit ist, den Ball zurückzuspielen, statt ihn zu erzwingen, ist eine Entscheidung für sich.

Worauf du achten solltest

  • Ob die Abwehr noch zurückläuft oder schon steht
  • Raum auf den Flügeln, wenn der Block eng steht
  • Einen Verteidiger, der aus der Linie herausrückt, während der Ball läuft
  • Den Rückpass, der den Ball sichert, wenn nichts geht

Der typische FehlerEinen Pass durch einen stehenden Block erzwingen, obwohl Ballhalten ihn in Bewegung bringen würde.

Beispielsituationen

7 Situationen aus dem Trainingspool von Footy Eye, mit der besten Lösung und der Begründung.

  1. Situation 1

    Die Ausgangslage
    Ihr Block steht eng: beide Halbräume zu, Sechser abgeschirmt. Dein Flügelspieler an der Seitenlinie hat 20 Meter Platz.
    Beste Lösung
    Den Raum nutzen, nach außen spielen
    Warum
    Ein enger Block ist ein Tauschgeschäft: Sie halten das Zentrum für wertvoller als den Flügel, und du bestrafst sie, indem du den Tausch annimmst. Der Ball nach außen zieht den Block rüber, hinter der Verschiebung öffnet sich der Halbraum. Ein erzwungener Pass nach innen spielt genau in die Form, die sie dafür gestellt haben.
    Die anderen Optionen
    • Den Ball in den abgeschirmten Sechser zwingen Zwei Mittelfeldspieler machen den Sechser zu und erobern den Ball im Zentrum.
    • Außenverteidiger einrücken lassen, Zentrum überladen Noch mehr Spieler drängen ins Zentrum, und es wird noch enger.
    • Lang schlagen, um die Kopfballablage kämpfen Der Ball ist ein 50/50, und ihr Block gewinnt die Ablage.
  2. Situation 2

    Die Ausgangslage
    20 Pässe durch eure Viererkette, ihr Block steht unbewegt. Keiner läuft an, nichts geht auf; ihr schiebt den Ball nur rum.
    Beste Lösung
    Schneller spielen: zwei Kontakte, dann einer
    Warum
    Ein Block bricht nicht, weil der Ball um ihn herumläuft; er bricht, weil der Ball schneller läuft, als elf Mann verschieben können. Also änderst du das Tempo des Passes, nicht seine Richtung. Zirkulieren in diesem Tempo ist genau das, was sie die ganze Woche trainiert haben. Die Diagonale ist ein guter Ball im falschen Tempo.
    Die anderen Optionen
    • Weiter zirkulieren, bis einer abschaltet Der Ball läuft herum, ihr Block verschiebt, und nichts geht auf.
    • Mit Gewalt auf den Stürmer, Verlängerung suchen Ihr Mittelfeld geht dazwischen und fängt den Pass vor ihm ab.
    • Diagonal zum fernen Flügelspieler, dort neu anfangen Die Diagonale ist lange unterwegs, und ihr Block verschiebt rechtzeitig.
  3. Situation 3

    Die Ausgangslage
    Seit zehn Minuten schnüren sie euch ein. Du eroberst den Ball nahe der Mittellinie; sie stehen alle geordnet hinten.
    Beste Lösung
    Sichere den Ball – erhol dich im Ballbesitz
    Warum
    Wenn sie euch lange eingeschnürt haben, ist Ballbesitz Sauerstoff. Ihr ganzes Team steht geordnet hinten, der Konter ist also nicht drin – niemand in der Tiefe, Erzwingen bringt nichts. Erhol dich im Ballbesitz in ihrer Hälfte und lass Struktur und Puste zurückkommen. Der lange Ball bringt ihnen nur die nächste Welle.
    Die anderen Optionen
    • Hau ihn lang raus zur Befreiung Ihr Innenverteidiger köpft ihn zurück, und die nächste Welle rollt an.
    • Schalt sofort um – schick den einzigen Läufer Der Pass landet bei ihrer geordneten Viererkette, und sie greifen wieder an.
    • Nimm im eigenen Drittel das Tempo raus Du hältst den Ball, doch sie rücken auf, das Spiel bleibt in eurer Hälfte.
  4. Situation 4

    Die Ausgangslage
    Dein Konter ist ins Stocken geraten, ihr Block steht vor dir. Hinter dir ist dein Außenverteidiger frei.
    Beste Lösung
    Zurück zum freien Außenverteidiger, dann verlagern
    Warum
    Die Kunst ist zu erkennen, dass der Konter tot ist: Steht ihr Block, ist Tempo kein Vorteil mehr, Ballbesitz schon. Der Rückpass sichert den Ball und bespielt einen Block, der verschieben muss. Den Ball in die Körper zu zwingen oder durch sie hindurchzuschießen ist derselbe Fehler: Du gibst ihn in ihrem Drittel her.
    Die anderen Optionen
    • Den Ball durch den Block zum Stürmer zwingen Der Pass prallt am ersten Gegner ab, und sie kontern.
    • Die zwei vor dir ausspielen Die zwei nehmen dich in die Zange und spitzeln ihn weg.
    • Aus der Distanz abziehen, bevor sie zumachen Der Schuss wird geblockt, der Abpraller landet bei ihnen.
  5. Situation 5

    Die Ausgangslage
    Du bist Flügelspieler. Dein Außenverteidiger hat deine Seitenlinie besetzt; ihr Block steht eng. Der Innenverteidiger dribbelt an. Wohin gehst du?
    Beste Lösung
    In den Halbraum, ihren Innenverteidiger binden
    Warum
    Zwei Spieler können nicht dieselbe Bahn besetzen: Klebt dein Außenverteidiger an der Linie, deckt ihr Außenverteidiger euch beide. Geh in den Halbraum, und ihr Innenverteidiger muss wählen: dir folgen oder die Linie halten, die Frage, die ein enger Block hasst. Kommst du kurz, nimmst du die Tiefe raus und ziehst einen Gegenspieler ins Gewühl.
    Die anderen Optionen
    • Kurz entgegenkommen, einfachen Pass anbieten Du kommst kurz ins Gewühl, und ihr Mittelfeldspieler geht mit.
    • Breit bleiben, zu zweit an der Linie Ihr Außenverteidiger deckt euch beide, an der Linie wird es eng.
    • Sofort in die Tiefe starten, sie auseinanderziehen Der Ball erreicht dich nicht, und ihr Außenverteidiger läuft trotzdem mit.
  6. Situation 6

    Die Ausgangslage
    0:0 in der 58. Minute, sie sind seit der 30. zu zehnt. Sie stehen kompakt; du hast den Ball im Mittelfeld.
    Beste Lösung
    Verlagere auf den ballfernen freien Mann
    Warum
    Zehn Mann verteidigen Räume, keine Namen – und im Zentrum stehen alle zehn. Beweg sie: Verlagere, verlagere zurück, und der fehlende Mann zeigt sich in den Lücken und in ihren Beinen. Frühe Flanken sind genau die Bälle, die ein vollgestellter Strafraum wegköpfen will.
    Die anderen Optionen
    • Erzwing den Weg durchs Zentrum, wo einer fehlt Der Pass landet im vollen Zentrum, und sie erobern ihn sauber.
    • Flank jedes Mal früh rein Die Flanke fällt in den vollen Strafraum und wird weggeköpft.
    • Dribbel sie an, provozier eine zweite Verwarnung Du läufst in drei Gegner und verlierst den Ball ohne Foul.

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Kurze Einheiten ohne Zeitlimit, mit der Erklärung nach jeder Antwort.

Training: Einen stehenden Block knacken

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